Grandioses Hallelujah beim Kirchenkonzert

Mit einem Kirchenkonzert präsentierte sich die Musikkapelle St. Leon-Rot am Sonntag in der katholischen Kirche St. Mauritius in Rot. Das Konzert wurde festlich eröffnet mit drei Sätzen aus der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel. Die große Ouvertüre, ein zügig gespieltes Menuett und den fröhlichen Satz „La réjouissance“ hatte Martin Schmidt für sein Orchester ausgewählt.

Roland Wahl begrüßte die Konzertbesucher im Namen seiner Musiker. Mit „Salute to a Hero“ von Philipp Sparke spielt mit Kontrasten zwischen fanfarenhaften Blechbläsern und lyrischen Passagen der Holzbläser und baut so eine Spannung auf, die einer Heldenmusik voll entspricht. Die Musiker agierten konzentriert und endeten mit einem dramatischen Schlusspunkt. Feine, gesanglich empfundene Musik bekamen die Zuhörer dann mit der „Romanze für Horn“ von Camille Saint Saens zu hören. Souverän füllte die junge Hornistin Annika Lang mit ihrem Horn den Kirchenraum mit ihren cantablen Klängen und wurde dabei von einer kleinen Besetzung dezent begleitet. Kammermusikalischer Feinsinn war bei allen Beteiligten deutlich spürbar.

Moderne Melodik und Rhythmik in eine strenge, barocke Form gebracht, hat Ted Huggens seine Ideen in einem seiner bekanntesten Stücke „Choral and Rock-Out“ aus dem Jahr 1973. Auch heute ist das in der Blasmusikszene etablierte Werk es wert, dass es immer wieder neu aufgelegt wird, denn man kann- wie bei diesem Konzert geschehen- damit bezaubernde Klänge finden und einzelne Register sehr schön hervor treten lassen.

Bei einem Besuch der großen Kathedrale in Canterbury war der belgische Komponist Jan van der Roost beeindruckt, vom dort gepflegten Kirchengesang. Davon angeregt, komponierte er einen eigenen „Canterbury Chorale“ bei dem die einzelnen Stimmen kunstvoll ineinander verflochten sind und einzelne Instrumentengruppen mit kleinen Solopassagen glänzen können. Die Musikkapelle St. Leon Rot spielte das Stück mit Andacht und Sinn für farbenreiche Klänge.

Darauf folgte von Michael van Delft eine Fantasie über den Choral „Lobet den Herren“, der den Choral in neuem Kleid kunstvoll ausgearbeitet hat. Johann Sebastian Bachs Choralbearbeitung über „Jesu bleibet meine Freude“ wurde dann von den Musikern mit Sinn für Bachs kunstvolle Figurationen dargeboten. Mit einem Medley aus Andrew Lloyd Webber’s Musical „Jesus Christ Superstar“ endete das Konzert dynamische abwechslungsreich und mit mit viel Engagement.

Der anhaltende Applaus zeigte den Musikern, dass eine musikalische Zugabe gewünscht war: Mit sanftem Schwung gab es noch das bekannte Hallelujah von Leonard Cohen, das leise beginnt, sich nach und nach immer mehr aufbaut, und schließlich in einem grandiosen Hallelujah zu Gottes Lob endet.